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Tabakanbau-Forum

Forum für den Tabakanbau im eigenen Garten für Fragen, Erfahrungen und Berichte
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Redrying / Kochtopfmethode. Was mach ich falsch?

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papapete
Zögling
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Anmeldedatum: 10.11.2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 12:29   

Hallo Zusammen,

bin neu hier im Forum und wollte mal meinen eigenen Zigarettentabak herstellen.
Habe mir zunächst 1kg AmericanBlend Strips gekauft und wollte die zu einem natürlichen Tabak ohne Zusätze (ähnlich Pueblo) aufbereiten.

Nun habe ich erstmal die Kochtopfmethode probiert:

- Mit einer Teck kleingeschnitten.
- Angefeuchtet
- bei ca 110°C im Topf in den Ofen

Naja, nach Katzenpisse hat es nicht gerochen aber auch nicht nach Tabak.
Der Geruch wurde auch mit der Zeit (über 2h / Zwischendurch nachgefeuchtet) nicht unbedingt besser. Hat definitiv nicht angenehm nach Tabak gerochen.
Hab dann mal alles raus und abdampfen lassen. Habe eine Probeziggo gemacht.
War zwar nix kratziges oder störendes zu schmecken, aber eben auch sonst nix zu schmecken. Absolut null Geschmack. Was hab ich da falsch gemacht?
Möchte nicht unbedingt Saußieren... möchte einfach einen natürlichen Rauchtabak.
Kann mir da jemand weiterhelfen?

Habe dann ca. 100g nach der Anleitung im Wissenspool (redrying) angefeuchtet und bei 110° im Ofen getrochnet. Dann wieder wie beschrieben angefeuchtet. Nun liegt es zusammengerollt zum Lagern. Keine Ahnung ob das Besser wird... habe aber wenig Hoffnung.

Es sind ja schon 2 sehr unterschiedliche Methoden.
Kochtopf lange Zeit bei 110° um alle unerwünschte Stoffe auszubacken.
Redrying nur kurz bei 110°.
Welche Methode ist jetzt sinnvoller? Oder gibt es eine bessere Methode?

Grüße
Papapete
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 13:19   

Hmmm, absolut Null Geschmack ist sehr, sehr merkwürdig. Das kann definitiv nur am Grundprodukt liegen wenn der nach gar nichts schmeckt. Von wo / wem hast du den Rohtabak gekauft? Kann sein, dass die Stripes wohl der letzte Müll waren, bzw nur Grumpen dafür verwendet wurden. Wenn du Tabakblätter kaufst, immer Sortenrein verarbeiten und danach zusammen mischen, also Virgin, Orient und Burley. Stripes würde ich nie kaufen, weil man da einfach nicht weiß was drin ist. Ich kaufe auch kein Hack im Großmarkt, sondern Fleisch beim Metzger und lasse es wolfen. Es ist sehr naheliegend dass bei Stripes der letzte Dreck verarbeitet wird, der Zigarettenindustrie macht das nichts aus, die hauen Aroma ohne Ende drauf, dann passt das schon. Einfach Tabakblätter nehmen, roh probieren und dann nach der Verarbeitung. So kommst du dann zu einem feinen Tabak.
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papapete
Zögling
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Anmeldedatum: 10.11.2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 13:28   

Gekauft hatte ich die Mischung bei Naturtabakblatt. Bis auf ein paar "Fetzen" waren es schon entrippte halbe Blätter. Kenn mich natürlich nicht aus, um was zu Qualität sagen zu können.
Ich vermute eher dass der Fehler bei mir liegt. Habe ich das Zeug zu lange im Ofen gehabt, so dass aller Geschmack "ausgebacken" wurde?

Das mit dem redrying ist auch so ne Sache... auf ein Gitterrost passen nur ein paar Blätter. Da bin ich ja Monate beschäftigt um 1kg zu verarbeiten. Wie macht ihr das mit größeren Mengen?

PS:
Welche Shops sind da vertrauenswürdig? Habe noch Eurotabak, Herrlan, black-b.de und premiumtobacco.de gefunden.
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 13:31   

Bin jetzt im Druck, melde mich später noch mal. Versuch ihn mal so zu rauchen, ohne Behandlung, würde mich interessieren wie der da schmeckt, vermute eben auch nach gar nichts, ausser kratzig. Also bis später. Ich vermute du hast gar nichts falsch gemacht
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 17:33   

Hast du schon eine Rauchprobe pur, d.h. ohne Behandlung gemacht?
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papapete
Zögling
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Anmeldedatum: 10.11.2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 19:05   

Gerade eben eine gedreht und du hast recht.
Kaum Geschmack. Werd später noch die einzelnen Sorten brobieren.
Kann man da noch was retten/rauskitzeln?

Welchen von den genannten Shops würdest du empfehlen?
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 19:29   

...genau das dachte ich mir. Wie beim Kochen, wenn die Qualität der Grundstoffe fehlt, kommt auch nichts gescheites dabei raus. Ich kann dir Eurotabak.de nennen, da hatte ich vor ein paar Jahren mal gekauft, sehr gute Qualität. Nachteil / Vorteil, je nachdem wie man es sieht, sehr trocken, macht aber nichts. In eine große Mülltütte besprengen mit Wasser, Tüte zu und in den Ofen bei 70 ° dann werden die Blätter schön ledrig. Die geschmachliche Qualität war sehr gut.
Das was du bekommen hast waren wohl geschmacklose Grumpen. Du wirst aber trotzdem den Unterschied zwischen Roh und Kochtopf festgestellt haben.
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 19:33   

.... auf deine Frage rauskitzeln wie und ob: Nur mit Aromen! So geht nichts, wenn die Eingangsqualität nicht passt, kann nichts Gutes raus kommen, leider!
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papapete
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Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 21:12   

Ok dann bestell ich mal neu. War kein guter Start in der Eigenbroduktion Very Happy

Kann man durch rösten noch vor dem aromatisieren was rausholen? Wenn ja, welche Sorte? Virginia Burley oder Orient?

Kannst Du mir ein Aroma mit möglichst "tabakähnlicher" Note empfehlen? Möchte nicht unbedingt das Kilo wegschmeissen.
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 21:17   

Das Problem ist, dass man aus geschmacklosem Tabak eben nichts Feines machen kann. Mit Aromen kenn ich mich wenig aus, da ich gar keine verwende. Ich würde den geschmacklosen Tabak einem guten Tabak in kleinsten Dosen untermischen. Wenn du kräftigen Burley hast, kann das funktionieren, den kannste dann etwas strecken.
Auf Ebay gibts auch Tabakaromen zu kaufen, aber wie gesagt damit habe ich keine Erfahrung und halte auch nichts davon.

Hab da noch nen Link von einer polnischen Giftbude die Aromen vertreibt, die haben sogar Marlboro Aroma
http://aromatydotytoniu.com/de/preisliste
Ausprobieren, Versuch macht klug. Wenn ich von dir dann in geraumer Zeit nichts mehr lese, haste wohl zu viel Aromen verwendet. (LLLOOOOLL > RIP)

.... und Rösten ist auch nur eine Änderung des Aromas, aber wie gesagt wenn vorher nichts da ist, kommt auch durch Rösten nichts. Orient auf keinen Fall rösten, vornehmlich Burley.
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Tabakkauer
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Anmeldedatum: 12.04.2017
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:35   

Ich glaube, ich hab das schon irgendwo mal gefragt, aber ich finde den Threadtitel gut, hier könnte man Tipps zur Kochtopfmethode diskutieren.
Prinzipiell erhitzen wir den Tabak und setzen ihm Wasserdampf aus, damit gibt es nur Erwärmung und wenig Röstung, was es vom Redrying ein wenig Unterscheiden sollte.
Hat schon jemand mal versucht, die Kochtopfmethode zu beschleunigen und dass Ganze im Schnellkochtopf probiert? Ich glaube ich probier das mal aus. Da man den Topf aber nicht öffnen kann und schauen, ob alles gut ist, ergibt sich die Zeitfrage. Kartoffeln werden zwar ungefähr in 20% der Zeit im Vergleich zum Kochen im Wasser gar, aber ich glaube nicht dass das ein guter Maßstab ist. Ich stelle den Topf einfach mal 1 Std. auf die Platte und schau was passiert.
Mein Versuch im Dämpfer vom Thermomix verlief auf jeden Fall nicht gut, da lag dann der Tabak in brauner Brühe, aber die Vorstellung von quasi trockenem Heißdampf im Schnellkochtopf ist auf jeden Fall ein Test wert. Ich werde berichten...
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Dampfer60
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 10:19   

Versuch macht klug, denke aber das wird nichts, da der Ammoniak und andere Stoffe nicht entweichen können. Wenn du eine Suppe im Schnellkochtopf machst, bringt das auch nichts, die kannst du geradewegs ins Klo kippen, schmeckt abscheulich. Ausserdem wird der Tabak deutlich heißer! Wenn der Dampfdruck entweichen kann, so wie im Kochtopf, hast du letztlich immer um die 100°. Im Schnellkochtopf hast du eben eine deutlich höhere Temperatur aufgrund des erhöhten Druckes. Darum werden Kartoffeln ja auch schneller gar, da du nicht mit 100° kochst, sondern mit 150° oder mehr. Mir ist es letztlich egal ob es ne Stunde länger dauert, mir ist das Ergebnis wichtig.
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papapete
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Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 14:29   

Wo wir schon mal über die Methoden diskutieren... Kann mir einer mal den Grundsätzlichen Unterschied der beiden Methoden erklären?
So wie ich Redrying verstanden habe, sollte der Abbau des Zuckers gestopft werden.
Ist das beim Kochtopf ein anderer Prozess?
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Dampfer60
Hobbyfarmer
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Anmeldedatum: 20.07.2017
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 14:57   

....schwer zu sagen, was tatsächlich passiert bei beiden Prozessen. Redrying baut eigentlich auch auf Erwärmung, was aber der folgende Abkühlprozess bewirken soll, kann ich nicht sagen. Die Kochtopfmethode bewirkt nach geraumer Zeit, dass der Tabak weich wird, das Sperrige verliert, Eiweiß, Ammoniak und Chlorophyll werden abbaut. Vergleichbar mit Kartoffel kochen. Sicher kannst du auch eine Kartoffel kochen, indem du sie aufkochst, abkühlst und den Vorgang mehrfach wiederholst. Ob der Kartoffel dann besser schmeckt weiß ich nicht. Kernaussage beider Prozesse ist sicher die hohe Wärme und die Feuchtigkeit, die Schwitzen ermöglicht. Letztlich müsste man da einen Tabakchemiker fragen, was wirklich passiert. Ob die das genau wissen, da bin ich mir nicht so sicher, sonst würde man im Netz wissenschaftliche Abhandlungen darüber finden und ich habe da eben noch nichts gefunden. Viele Prozesse wie auch das Lagern von bsp. Weinbränden usw. sind wissenschaftlich auch nicht genau geklärt. Man weiß was man machen muß damit es gut wird und das reicht halt aus.
Noch zum Zuckerabbau: Der passiert durch die Mikroorganismen bei der Fermentierung. Wenn du den Zucker auf 100° erwärmst, kannst du das ewig machen, der Zucker bleibt da stabil. und gerade bei Zigarettentabak will man Zucker weil es einen anderen Rauch ergibt als bei zukerlosem Tabak (für Zigarren verwendet). Bezüglich Redrying und Kochtopf wird sich am Zucker nichts ändern. Zucker zersetzt sich erst bei um die 165° +-.
Noch was im Nachtrag: Redrying und Kochtopf töten in jedem Fall die Microorganismen ab, die die Zersetzung von Zucker begünstigen. Bei um die 100° sind so ziemlich alle Organismen platt, bis auf ein paar Ausnahmen die aber hier keine Rolle spielen.


Zuletzt bearbeitet von Dampfer60 am 14.11.2017, 15:44, insgesamt einmal bearbeitet
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Tabakkauer
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Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 15:16   

Dampfer60 hat Folgendes geschrieben:
Versuch macht klug, denke aber das wird nichts, da der Ammoniak und andere Stoffe nicht entweichen können.


Da hast Du recht, aber vielleicht werden die Stoffe abgebaut und gelöst und entweichen nach Öffnen? Bleibt nur auszuprobieren... Shocked
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Dampfer60
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Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 15:38   

Eben, einfach ausprobieren und schauen was raus kommt. Wenn du jemanden fragst, was passiert wenn man eine Kartoffel kocht, wird man auch Probbleme haben, eine genaue fundierte wissenschaftliche Aussage zu bekommen. Fakt ist, wenn die Kartoffel 30 min kocht, kann man sie essen. Denke mal dass die Tabakkonzerne auch viel experimentiert haben bis sie für sich optimale Lösungen gefunden haben.
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mr1992
Tabakenthusiast
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Anmeldedatum: 28.05.2013
Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 23:33   

Ich tippe, du hasts zu lange drin gehabt und jetzt quasi Cavendish draus gemacht - macht aber nix, das Zeug eignet sich lt. amerikanischer Foren super zum Soßieren (nimmt schnell sehr viel Geschmack an und kann anscheinend mit jeder Tabaksorte gemacht werden, dauert eig. (zumindest bei mir) einige Stunden und kommt am Ende fast schwarz raus).

Vllt w#rst du mit guter Lagerung über eine gewisse Zeit besser bedient, zumindest mit weniger Verlusten; da es aber gekaufter Ganzblatttabak ist, fire away. Ich persönlich hab Cavendish nicht kleingeschnitten gemacht, vllt. entwickelt sich der Tabak im Ganzblattzustand besser als kleingeschnitten, also dass sich beim Geschnittenen zu schnell zu viel rauslöst.
_________________
As an example to others, and not that I care for moderation myself, it has always been my rule never to smoke when asleep, and never to refrain from smoking when awake.

-- Mark Twain --
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Dampfer60
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Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 07:52   

... das extreme Nachdunkeln kann durch eine zu hohe Feuchtigkeit kommen, da muß man aufpassen, auch eben dass sich keine Nester bilden, wo der Tabak zu stark gedrückt ist. Der muß ganz locker im Topf liegen und immer wieder schön wenden und auflockern.
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Tabakkauer
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 09:13   

Versuch macht klug; oder auch nicht...

Gestern abend habe ich ein Portion meines gepressten, relativ trockenen Tabaks erst kleingeschnitten und dann in den Schnellkochtopf gegeben.
Interessanter hat es schon nach kurzer Zeit in der Küche genauso geduftet, wie bei der Kochtopfmethode, da über ein Druckventil am Schnellkochtopf auch ein bisschen Dampf herauskommt.
Wir haben einen Schnellkochtopf mit 2 Ringen am "Druckanzeiger" Kartoffeln werden auf 2 gekocht, Kompotte auf 1, also bei weniger Druck.
Ich stellte dann die Temperatur so, da 1 Ring erreicht wurde. Nach 1 1/4 Stunde habe ich den Topf weggestellt und abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen war der Tabak gefühlt schön feucht und weich, farblich aber quasi unverändert und nachdem er auf zeitungspapier ausgebreitet wurde, war er auch relativ schnell angenehm trocken. Also schnell eine Zigarette gestopft, zur weiteren Trocknung 1min in die Mikrowelle und geraucht.
Ergebnis: Deutlich krätziger als nach der Kochtopfmethode, also nicht wirklich befriedigend. Ich hab ihn jetzt nochmal befeuchtet und die Fermentationsbox gelegt.

Wahrscheinlich verbleiben, wie befürchtet, durch den Druck die negativen Bestandteile im Blatt.

Da er aber auch nicht schlechter wurde, werde ich das nochmal testen, dann aber den Topf nach dem köcheln, mit kaltem Wasser schlagartig abkühlen. Wenn man das mit Kartoffeln macht, reißen die auf, weil innen der Druck schlagartig abnimmt. Vielleicht werden dann die Zellen auch aufgebrochen und Ammoniak etc. entweicht???? Auch hier wird Versuch klug machen.
Eine weitere Alternative wäre mit noch geringerer Temperatur und damit kühlerem feuchterem Dampf, kein Heißdampf, um in etwa an die Kochtopfmethode heranzukommen, dass ganze aber etwas zu beschleunigen. Hier stehen also noch einige Versuche aus.
Nur dämpfen im Thermomix, brachte nur vermatschte Blätter, also muss die Lösung irgendwo dazwischen liegen...
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Dampfer60
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 11:27   

Interessant zu lesen! Das Kratzige rührt garantiert daher, dass die Zeit die der Tabak gedämpft hat zu kurz war. Ich habe aus dem Kochtopf auch immer mal Proben in 20 Min Abständen genommen und geschaut wie er sich entwickelt hat. Fakt ist, wenn er sich sehr weich anfühlt ist er fertig. Fühlt er sich heuartig, strohig an, muß er weiter dämpfen. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, bekommt man ein sehr gutes Gefühl, wann er fertig ist. Ausserdem ändert sich dann der Geruch ganz deutlich. Ich sage mal so, das ist dann der Zeitpunkt wo der Ammoniak draussen ist, die Eiweiße kaput sind und letzte Rest vom Chlorophyl auch weg sind. Wobei das mit dem Chloro recht schnell geht. Insgesamt bestätigen deine Versuche aber meine Thesen!

Zuletzt bearbeitet von Dampfer60 am 15.11.2017, 11:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Dampfer60
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 11:34   

... habe gestern noch einige Patentschriften im Netz (meisst US-Patente, die sind da deutlich besser als die Deutschen) zum Thema Redrying gelesen wobei mir aufgefallen ist, dass immer von Temperaturen von 110° geschrieben wurde. Dies scheint wohl eine Temperatur zu sein, wo sich die krätzigen Stoffe wohl besondes gut und schnell abbauen.

Und auch einen interessanten Artikel von ungarischen Tabakbauern habe ich gefunden, die ihren Tabak für dein Eigenverbrauch im heimischen Ofen machen. Wir liegen hier offensichtlich gar nicht weit vom Optimum entfernt.
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Tabakkauer
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 16:16   

Dampfer60 hat Folgendes geschrieben:
... habe gestern noch einige Patentschriften im Netz (meisst US-Patente, die sind da deutlich besser als die Deutschen) zum Thema Redrying gelesen wobei mir aufgefallen ist, dass immer von Temperaturen von 110° geschrieben wurde. Dies scheint wohl eine Temperatur zu sein, wo sich die krätzigen Stoffe wohl besondes gut und schnell abbauen.


In amerikanischen Patenten dürften 110° aber Fahrenheit sein, das wären nur 43°, von daher dürfte es doch Celsius sein, oder hast Du umgerechnet?
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Dampfer60
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 16:27   

...nein waren definitiv Celsiusangaben. Zuerst Fahrenheit, dann in Klammer Celsius. Das passt schon so wie ich es geschrieben habe
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Tabakkauer
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 16:39   

Ich glaub ich nehm mal den Tabak von gestern und pack ihn nochmal in den Schnellkochtopf, aber bei nierigerer Temperatur, dann dürfte der Dampf deutlich feuchter werden. Das Ganze lässt sich aber schlecht kontrollieren, da im Topf kein Thermometer ist. Falls ich einen geeigneten finde, könnte ich wenigstens mal die Temperatur des Topfdeckels kontrollieren, die sollte dann schon an die 100° gehen. Ich probiers einfach mal...
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Dampfer60
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BeitragVerfasst am: 15.11.2017, 16:56   

...das ist genau das Problem, darum tue ich den Top in das Rohr bei Umluft, da weiß ich genau wie warm es ist. Da aber Wasser bei knapp unter 100° verdampft, wird es eben so warm sein, vieleicht etwas wärmer am Rand, aber darum wende ich ja auch regelmäßig den Tabak.
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